Allgemeines
Spannungsteiler
mit komplexen Widerständen
Operationsverstärker als Vierpol
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Jedes elektrische Schaltnetzwerk kann als Vierpol dargestellt werden. Im Falle eines linearen, zeitinvarianten, kausalen Netzwerkes können nun die mathematischen Zusammenhänge zwischen Eingangsstrom, Eingangsspannung, Ausgangsstrom und Ausgangsspannung mit Hilfe einer Matrix beschrieben werden. Hierdurch kann dieser Vierpol relativ einfach mit einem mathematischen Programm (z.B.: Maple) berechnet und simuliert werden. Bei der Herleitung benutzt man die Kirchhoffschen Sätze, die dann geschickt ineinander einsetzt werden. Ebenso ist es möglich, diesen Vierpol mit einem oder mehreren zu verschalten. Es entsteht so ein neuer größerer Vierpol. Mathematisch heißt dies, dass die jeweiligen Einzelmatrizen je nach Verschaltungsart zusammengeführt werden müssen.
Zweck dieser Berechnungen wird später die Simulation von Reglern sein, die als Operationsverstärker-Schaltungen oder als normale Schwingkreise vorliegen.
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Aufstellung der Gleichungen: Ie = -Ia Ue = Ie * Z1 + Ua Abhängigkeiten darstellen: Ue = {Ua * 1}+ {(-Ia)*Z1} Ie = {Ua * 0}+ {(-Ia) * 1} Direktes Ablesen der A-Matrix:
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Aufstellung der Gleichungen: Ue = Ua Ue = (Ie + Ia)*Z2 Abhängigkeiten darstellen: Ue = Ie*Z2+ Ia*Z2 Ua = Ie*Z2+ Ia*Z2 Ablesen der Z-Matrix:
Änderung in die A-Matrix:
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Durch die Kettenschaltung der beiden Vierpole werden die Kettenmatrizen multipliziert: Die Übertragungsfunktion H(s) wird durch den Kehrwert der Matrixstelle (1,1) gebildet: Um die Übertragungsfunktion besser auswerten zu können, wird diese auf eine normierte Form gebracht. Im Falle einer rationalen Funktion mit zwei Polstellen etwa:
Nun werden die Parameter variiert, um alle möglichen Verhaltensweisen simulieren zu können (Anwendungs- und Rechen-Beispiele siehe Regler) |
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Operationsverstärker als Vierpol
Schaut man sich einen realen Operationsverstärker an, so kann man auch hier einen Vierpol erkennen. Wir leiten zunächst einmal die allgemeinen Matrizen her und vereinfachen diese später unter dem Gesichtspunkt eines idealen Operationsverstärkers. Aufstellung der Gleichungen: I: U1= I1Z1 + Ue II: U2 + VUe + IaRa = 0 U2 = -VUe - IaRa III: -U2 + I3Z2 + Ue = 0 U2 = I3Z2 + Ue 1: I1 + I3 - Ie = 0 2: Ia - I3 + I2 = 0 O: Ue = IeRi
Zum Aufstellen der Matrizen, werden die aufgestellten Formeln geschickt ineinander eingesetzt.
Gleichung 1: U1= I1Z1 + Ue | Masche I U1= I1Z1 + IeRi | O eingesetzt U1= I1Z1 + ( I1 + I3 )Ri | 1 eingesetzt U1= I1Z1 + ( I1 + Ia + I2 )Ri | 2 eingesetzt U1= (Z1 + Ri)I1+ RiI2 + RiIa | umgeformt ergibt G1
Gleichung 2: U2 = I3Z2 + Ue | Masche III U2 = I3Z2 + IeRi | O eingesetzt U2 =I3Z2 + (I1 + I3)Ri | 1 eingesetzt U2 = (Ia + I2 )Z2 + (I1 + Ia + I2 )Ri | 2 eingesetzt U2 = RiI1+ (Z2 + Ri) I2 + (Z2 + Ri)Ia | umgeformt ergibt G2
Gleichung 3: U2 = -VUe - IaRa | Masche II U2 = -VIeRi - IaRa | O eingesetzt U2 = -V(I1 + I3)Ri - IaRa | 1 eingesetzt U2 = -V(I1 + Ia + I2 )Ri - IaRa | 2 eingesetzt U2 = -VRi I1 -V Ri I2 – (Ra+V Ri)Ia | umgeformt ergibt G3 Gleichung G3 umformen um Ia zu ersetzen: Umgeformte Gleichung in G2 einsetzen ergibt G4 :
Gleichung G2 wird nun mit G3 gleichgesetzt und nach Ia aufgelöst: -VRi I1 -V Ri I2 – (Ra+V Ri)Ia = RiI1+ (Z2 + Ri) I2 + (Z2 + Ri)Ia -VRi I1 -V Ri I2 - RiI1 -(Z2 + Ri) I2 = (Z2 + Ri + Ra+VRi )Ia
Ia wird nun in G1eingesetzt:
Die Faktoren vor I1 und I2 geben dann die Matrix-Elemente Z11 und Z12 an, die hier noch mal vereinfacht werden: Z11:
Z12:
Bei der zweiten Abhängigkeit wird die Gleichung G4 einfach nach I1 und I2 isoliert:
Die Faktoren vor I1 und I2 geben dann die Matrix-Elemente Z21 und Z22 an, die hier noch mal vereinfacht werden: Z21:
Z22:
Dadurch ergibt sich jetzt die Z-Matrix für den realen Operationsverstärker-Vierpol mit:
Um die Vierpole leichter berechnen zu können, gehen wir aber nicht von einem realen Operationsverstärker aus, sondern von einem Idealen. Ein Idealer Operationsverstärker hat: Ri
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¥ (Eingangswiderstand) Die Elemente der Matrix werden weiter vereinfacht.
Z11:
= Z1 Z12:
= 0
Z21:
= -Z2
Z22:
= 0 Dadurch ergibt sich jetzt die Z-Matrix für den idealen Operationsverstärker-Vierpol mit:
Da die Übertragungsfunktion der Kehrwert der A11 Matrixstelle ist, muss die Z-Matrix noch in die A-Matrix gewandelt werden. Die Umwandlung in dass Element A11 ist die Division von Z11 durch Z21. Die Übertragungsfunktion für einen idealen Operationsverstärker ist demnach Z21 dividiert durch Z11 und es ergibt sich bekannte Übertragungsfunktion für eine invertierende Operationsverstärker-Schaltung:
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